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Weblog der Grünen Leopoldstadt

Das Stuwerviertel: Der Gratisparkplatz der Automesse

10 Kommentare

Parkplatz am Gehsteig

Jedes Jahr im Jänner sorgen Auto- und Ferienmesse am Wiener Messegelände für massive Belästigungen der BewohnerInnen des Stuwerviertels und des Viertels zwischen Vorgartenstraße und Handelskai.

Auch heuer hat sich uns beim Lokalaugenschein am Samstag im Stuwerviertel das übliche Bild geboten. Viele kreisende Autos der MessebesucherInnen, die sich das Geld für die Parkhäuser sparen wollten, keine freien Parkplätze für die BewohnerInnen des Viertels und auch wieder verparkte Gehsteige.

Autos parken am Gehsteig und auf Baumscheiben

Am Freitag sorgte eine erkleckliche Anzahl von Parksheriffs dafür, dass nur Besucherautos mit Kurzparkscheinen im Stuwerviertel und am Handelskai parkten und dadurch die MessebesucherInnen gleich in die Messeparkhäuser fuhren, die Situation im Stuwerviertel war vergleichsweise entspannt. Am Samstag und Sonntag fiel dieses Argument weg, am Wochenende gilt noch immer kein Parkpickerl.


Seit Jahren fordern wir daher die Ausdehnung des Parkpickerls im Stuwerviertel und am Handelskai auch auf das Wochenende – ohne Mehrkosten für die AnrainerInnen.

Kein freier Parkplatz im Stuwerviertel – viele Parker in 2. Spur

Bereits im März 2004 haben wir einen entsprechenden Antrag gestellt, der auch angenommen wurde, doch seither ist genau nix weitergegangen. Dabei hat Bezirksvorsteher Kubik in einer Anfragebeantwortung vor 3 Jahren sogar erklärt, dass er auch für die Ausdehnung des Parkpickerls sei. Wir konnten bisher aber leider keinerlei Taten seinerseits erkennen, die diese Aussage bekräftigen konnten. So wurschtelt die Verkehrspolitik der Leopoldstädter SPÖ weiterhin vor sich hin und geht bei jedem Großereignis in Messe und Prater auf Tauchstation. Aber so kann es nicht weitergehen.

Diesmal gab es ein besonderes Schmankerl.

Verdecktes Einbahnschild in der Vorgartenstraße

Bereits beim Bau der Messeparkhäuser Anfang des letzten Jahrzehnts versprachen Messe und SPÖ, dass die Vorgartenstraße verkehrsberuhigt werden würde, um die Belastungen der AnrainerInnen zu reduzieren. Nun wurde im letzten Herbst endlich eine entsprechende Maßnahme umgesetzt – ein Teil der Vorgartenstraße (zwischen Machstraße und Sturgasse) wurde Einbahn in Richtung Meiereistraße. Doch kaum kam es durch die Automesse zu einem erhöhten Autoverkehrsaufkommen, so wurden die Einbahnschilder schon wieder zugedeckt, die Einbahn aufgehoben und die gesamte Vorgartenstraße wurde wieder zur Verkehrshölle.

Wolfgang

10 Kommentare zu “Das Stuwerviertel: Der Gratisparkplatz der Automesse

  1. Ein kleines Kuriosum am Rande: Das Parkhaus A, direkt an der Messe gelegen, hat 4 Stockwerke und das 4 OG., dass sogenannte Freiparkdeck, war gesperrt.
    siehe: http://www.flickr.com/photos/robertwallner/4285624302/

    Da fragt man sich, sind den Verantwortlichen die AnrainerInnen wurscht?

  2. Die Nicht-Handlung von Herrn BV Kubk überrascht nicht, da er sich auch sonst kaum durchsetzen kann.Interessant ist auch, dass die Vorgartenstrasse angeblich verkehrsberuhigt weden soll, aber der von der B.I. Handelskai urgierte Fußgängerübergang im Bereich des Ausganges „Stella-Klein-Löw-Weg“ der Station Stadion der U2 existiert noch immer nicht. Gerade ein solcher würde die Attraktivität der erheblich vermindern. In diesem Sinne sollte auch die Fßgängerfalle u.zw. die Fahrbahnaufdoppelung OHNE Zebrastreifen bei der Offenbachgasse durch aufmalen eines Zebrastreifens entschärft werden .

  3. Hallo Meine Lieben!

    Drei echte Skandalfotos, parkende Autos am Strassenrand!
    Investigative Rechercharbeit, beihart dokumentiert… DAS ist Grün-Politik!

    Weiter so, nach dbzgl. Lösungen schreit der Bezirk… NEIN das ganze Land.

    KG Euer Kurt!

    PS: Ich glaub nur, dass es der HC BESSER kann.

    • Hearst, Wondratschek!

      Frag doch vorher den Strache, wieso seine Mannen im Bezirk letztes Jahr unseren Antrag für eine Bürgerversammlung zu aktuellen Verkehrsfragen im Stuwerviertel abgelehnt haben. Die F interessiert das Thema nämlich offenbar überhaupt nicht, die BewohnerInnen des Stuwerviertels aber schon.

      Und dann kannst auch noch gleich den Kubik fragen, wieso er diese beschlossene Bürgerversammlung nach 9 Monaten noch immer nicht abgehalten hat.

  4. Dass ULHBV Kubik nach 9 Monaten eine beschlossene Bürgerversammlung noch immer nicht einberufen hat, läßt sich leicht erklären. Bei einer solchen Bürgerversammlung müsste er ja mit der Bevölkerung sprechen und sich deren Meinung anhören und das mag er nun einmal nicht. Er ist mehr für einsame Entscheidungen, wie z.B. die Linienführung für den „Super 21er“, den Bus 82A.

    • Wir haben den Antrag für die Bürgerversammlung zu Verkehrsproblemen im Stuwerviertel in der Bezirksvertretungssitzung am 16.6.2009 gestellt. SPÖ und ÖVP haben auch zugestimmt.

      Seitdem gab es einen einzigen Abend in der Gebietsbetreuung, in der BewohnerInnen des Stuwerviertels Themen für die Bürgerversammlung gesammelt haben. Das war im Oktober. Seither herrscht Funkstille.

      Ob sich BV Kubik mit seiner Verzögerungstaktik wohl über den Wahltermin drüberretten will? Kann ich mir gut vorstellen, aber was wohl die BewohnerInnen des Stuwerviertels dazu sagen werden? Am 10.10.2010?

  5. Die Einbahnregelung in der Vorgartenstrasse ist ja ein echtes Schmankerl !

    Eigentlich müss sich die BPDion bei euch bedanken ! Die stehen immer dann dort wenns zufällig mal Einbahn ist – dann können Sie serienweise aufschreiben. Und verlangen dann gleich 56€ – für einmal auf der Busspur fahren
    (ist ja dann „Einfahrt verboten mißachtet“).

    Einen herzlichen Dank an die Grünen, so gewinnt man keine Wähler !

    • Aus der Praxis gesprochen; ein „Enfahrt verboten“ Schild, bei einer Einbahn- Regelug die eimal gilt, dann wieder nicht, noch dazu wo diese Einbahnregelung doch etwas unmotiviert anmutet, kann man übersehen, beim Fahren auf enier Busspur schaut die Sache doch etwas anders aus. In der Regel erfolgt das Befahren einer Busspur nicht aus einem „Übersehen“, sondern doch eher bewuß und man kann daher sagen auch böswillig. Im übrigen sind die Strafen für Verkehrsvergehen in Österreich ohnehin lächerlich gering und liegen weit unter den Kosten eines Heurigenbesuchs zu viert.

  6. Bis auf Widerruf ist diese Einbahn sowieso wieder aufgelassen.

    Verkehrskonzept für diese Gegend gibt es ja auch bis heute nicht.

    Aber dafür gibt es endlich am 31. Mai 2010, die am 16. Juni 2009 beschlossene Bürgerversammlung zu Verkehrsproblemen im Stuwerviertel.

    Hier der Ankündigungstext: MONTAG, 31. MAI 2010 um 18.00 Uhr, BürgerInnenversammlung gemäß § 104 c der Wiener Stadtverfassung in der Leopoldstadt zum Thema:
    „Aktuelle Verkehrsfragen im Stuwerviertel“
    (Grätzelzentrum Stuwerviertel, 2, Max-Winter-Platz 23/am Park ggü. Nr. 10)

  7. Na sollen sie es machen wie in Deutschland, privater Parkservice der dich dann zu deinem Auto bringt (z.b. Flughafen München http://www.parken-flughafen-muenchen.eu) 😉

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