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Weblog der Grünen Leopoldstadt


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Kulturpolitik in der Leopoldstadt – worauf warten mit dem erhöhten Kulturbudget?

Durch die Erhöhung des Kulturbudgets auf Initiative der Grünen Leopoldstadt um über 30% stehen für die Förderung von Kulturprojekten im Bezirk für das Kalenderjahr 2021 nun 112.000€ zur Verfügung. Gerade in Zeiten, wo der Kulturbetrieb massiv durch die Auswirkungen der Covid-Pandemie betroffen ist, sind Förderungen für Kulturschaffende wichtiger denn je. Doch nach nur zwei Sitzungen der Kulturkommission zeigt sich: Während die Grünen mit diesem Budget Kulturschaffende unterstützen wollen, bremsen die anderen Fraktionen.

Das Kulturbudget der Leopoldstadt ist im Vergleich mit den anderen Wiener Bezirken immer noch sehr niedrig: Pro Einwohner*in gibt es etwas mehr als 1€ für Kulturprojekte – zum Vergleich: Im Bezirk Neubau liegt dieser Wert bei ca. 12,50€, im wienweiten Durchschnitt bei etwa 2,50€. Viele Jahre haben wir um eine Erhöhung gekämpft – ohne bei den anderen Parteien entsprechende Mehrheiten dafür zu finden.

Doch gerade die Kulturszene der Leopoldstadt ist sehr vielfältig. Darüber hinaus haben wir als „der“ jüdische Bezirk Wiens auch eine besondere Verantwortung hinsichtlich erinnerungspolitischer Projekte und müssen auch das jüdische Kulturleben aktiv fördern.

Dieser vielfältigen Kulturszene ist auch mit einer ebenso vielfältigen Kulturförderung Rechnung zu tragen.

Von den Grünen gäbe es 30.000€ mehr für Kulturprojekte

Kulturprojekte mit Bezirksbezug werden also von der Kulturkommission gefördert – unter dem Vorsitz der die Bezirksvorstehung stellenden Partei (SPÖ) beraten die in der Kommission vertretenen Fraktionen (neben der SPÖ die Grünen, ÖVP und NEOS) über die Höhe der Fördersumme, wobei hier Kriterien wie Bezirksbezug und Niederschwelligkeit als wichtigste Parameter gelten.

Nach den ersten zwei von insgesamt sechs Terminen der Kulturkommission in diesem Jahr zeichnet sich bereits klar ab, dass die anderen Fraktionen leider nicht an erstgemeinter Unterstützung für Künstler*innen interessiert sind. Die Grünen hätten bisher über 30.000€ mehr für die Förderung der über 60 eingereichten Kulturprojekte in die Hand genommen als die anderen Fraktionen. Dass die Projekte den Kriterien der Bezirkskulturförderung entsprechen, ist für SPÖ/ÖVP/NEOS offenbar Nebensache – vielmehr scheinen sie zu glauben, dass Künstler*innen auch mit peinlich geringen Förderungen ein Auskommen finden.

Konstruktive Kulturpolitik statt Kulturbremse

Sind die Ankündigungen der SPÖ, das Kulturleben im „Kulturbezirk“ Leopoldstadt fördern und weiterentwickeln zu wollen, doch nur leere Worte?

Wir werden uns jedenfalls weiterhin einsetzen für eine Kulturpolitik, die diesen Namen wirklich verdient und eine ernstgemeinte Unterstützung für Kulturschaffende in unserem Bezirk ist! Kultur schafft Mehrwert, denn jeder als Förderung investierte Euro kommt mehrfach zurück. Kultur prägt den Bezirk, macht den Bezirk lebenswert, hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Menschen. Kultur macht kritisch und fördert Teilhabe. Kultur ist Bildung und systemrelevant!

Die Erhöhung des Kulturbudgets war dabei ein wichtiger Schritt in eine richtige Richtung – doch nun geht es darum, dass das Geld auch bei den Künstler*innen ankommt und die anderen Fraktionen nicht auf der Kulturbremse stehen!

Du möchtest ein Projekt einreichen? Alle Infos findest du unter: https://www.wien.gv.at/bezirke/leopoldstadt/geschichte-kultur/kulturfoerderung.html


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Das war das Fest für Sandra, unsere Frau des Jahres 2020 – ein sehr persönlicher Bericht

Sandra sitzt in der ersten Reihe und lacht. Und heult. Und lacht wieder. Und weiß so gar nicht recht, wohin mit all der Emotion und Aufregung. Und singt lautstark mit, als die Band ihr Lieblingslied spielt. Neben ihr prominente Gäste: Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, die Frauensprecherin der Grünen Wien Barbara Huemer und natürlich Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger.

© Louai Abdul Fattah

So kamen wir am Frauentag im magdas zum Fest für die Frau des Jahres zusammen, das ich organisieren und moderieren durfte.

Die Frau des Jahres ist ein Preis, den wir Grünen in der Leopoldstadt seit 2002 jedes Jahr zum Internationalen Frauentag am 08. März vergeben: an tolle, starke, beeindruckende Frauen, die sich für wichtige Anliegen der Zivilgesellschaft engagieren.

Und diese Frau des Jahres 2020 ist Sandra!

© Louai Abdul Fattah

Ich durfte Sandra im Zuge der Vorbereitungen für die Veranstaltung kennenlernen und eine Tour mit ihr gehen. Sandra ist nämlich unter anderem beim Verein SUPERTRAMPS aktiv, der soziale Stadtrundgänge durch Wien organisiert, die von obdach- und wohnungslosen Menschen konzipiert und geführt werden. Sandra ist stellvertretend für viele betroffene Menschen und v. a. wohnungslose Frauen eine ganz starke Stimme, eröffnet sie doch auf ihren Touren wichtige neue Perspektiven, lenkt den Blick auf Probleme, welche wir nur allzu gerne ignorieren würden, und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Thema Frauen in der Wohnungslosigkeit.

Julia Anna sorgt für die passende Musik für Sandras Ehrung im gut besuchten Magdas. © Louai Abdul Fattah

Und nun sitzt sie vor mir und kann kaum fassen, wie ihr geschieht. Sie – plötzlich unsere Frau des Jahres? So viele prominente Politikerinnen der Grünen Wien, die Ansprachen für sie halten?

v. l. n. r. die Frauensprecherin der Grünen Barbara Huemer, Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, die Frau des Jahres Sandra, Bezirskvorsteherin Uschi Lichtenegger, die Projektleiterin des Vereins SUPERTRAMPS Theresa Bodner, Bezirksrätin und Moderatorin des Abends Nina Nöhrig © Louai Abdul Fattah

Wunderschöne Worte, um Sandra zu beschreiben, findet auch Teresa Bodner, Projektleiterin des Vereins SUPERTRAMPS, in ihrer Laudatio:

Sandra ist ein rothaariges Energiebündel mit einem frechen Grinsen und einem warmherzigen Kern. Sie kann Menschen in ihren Bann ziehen und versteht es meisterhaft, ihre Erlebnisse in einer Kombination aus schonungsloser Ehrlichkeit und Wiener Schmäh zu präsentieren.

Theresa Bodner hält die Laudatio. © Louai Abdul Fattah

Ehrlichkeit, Humor, Stärke, Lebensmut, … – das sind nur ein paar der Eigenschaften, die Sandra auszeichnen. Spätestens als sie die Bühne betritt und ihre Dankesworte mit einem Heiratsantrag an den anwesenden Freund beendet (die Antwort kann nur JA sein!), fiebern alle Gäste mit und sind vollends in Sandras Bann gezogen! Und nicht nur sie hat Freudentränen in den Augen.

Die Antwort kann nur Ja sein! © Louai Abdul Fattah

Am nächsten Tag wird mir Sandra eine Nachricht schreiben:

Der Abend gestern war das Highlight meines Lebens. Danke, dass ihr an mich geglaubt habt und ich es erleben durfte. Es war der pure Wahnsinn.

Und weißt du was, Sandra: Es hätte keine großartigere Frau des Jahres für mich geben können als DICH!

© Louai Abdul Fattah

Mach eine Tour mit Sandra: https://supertramps.at/wien-mein-zentrum-fuer-starke-frauen/

Wenn du mehr über Sandra erfahren möchtest, dann schau doch auf unsere Homepage! Dort findest du: